Offizieller Reiseführer durch Zamość

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Der 2. Weltkrieg

Der 2. Weltkrieg hatte in Zamość und in der Region  Zamojszczyzna besonders tragischen...

durchschnittliche Note

 

Fot. Sławek Nadra

 

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Der 2. Weltkrieg hatte in Zamość und in der Region  Zamojszczyzna besonders tragischen Verlauf. Schon in der ersten Septemberhälfte, während der deutschen Bombardierungen, kamen über 200 Stadtbewohner ums Leben. Am 13. September marschierten in Zamość die deutschen Truppen ein, und nach deren Rückzug  für über eine Woche vom 27. September bis zum 5. Oktober, dann sowjetische Truppen. Die deutschen Truppen kehrten am 8. Oktober 1939 zurück. Schon im Herbst gab es hier die ersten Hinrichtungen, und im Dezember wurde hier das Judenghetto eingerichtet. 1940 haben die Deutschen Massenverhaftungen unter der Intelligenz und Sozialaktivisten im Rahmen der Aktion unter dem Kryptonym AB durchgeführt. Auch das Lager in Rotunde nahm seine Tätigkeit auf. Nach dem Ausbruch des deutsch-russischen Krieges im Jahre 1941, entstanden in Zamość die Lager für sowjetische Kriegsgefangene an der Okrzei-Straße und  in Karolówka. In späterer Zeit  wurde das Lager von der Okrzei-Straße in die Powiatowa-Straße übersiedelt. Man schätzt, dass in den beiden Lagern die Deutschen über 30 Tsd. Menschen erschossen oder verhungern  ließen.

Die Deutschen hatten vor, in der Region Zamojszczyzna einen deutschen Ansiedlungskreis zu bilden, was bedeutete, dass aus diesem Gebiet die polnische Bevölkerung zu vertreiben war und an Stelle dieser die Bevölkerung deutscher Abstammung, vor allem aus den Ländern von Osteuropa eingeführt werden wollte. Es entstanden Lager für die umgesiedelte Bevölkerung u.a. in Zamość in der Okrzei-Straße. Insgesamt wurden etwa 110 Tsd. Personen aus fast 300 Dörfern ausgesiedelt.
Das tragischste Schicksal erlitten die Kinder, die zu Tausenden vor Hunger und Kälte starben. Eine Folge des Terrors, den man der polnischen Bevölkerung gegenüber angewandt hat,  war die Entstehung von starken Partisanentruppen.  
In der Nähe von Zamość, bei Wojda kam es am 30. Dezember 1942 zur ersten großen Partisanenschlacht auf dem polnischen Gebiet, und bei Osuchy hat sich vom 24. bis zum 26. Juni 1944, die größte Partisanenschlacht  auf polnischem Boden abgespielt.

Vor dem Krieg bewohnten Zamość ca. 12 Tsd. Juden. Man schätzt, dass  zwei Drittel  von ihnen Zamość 1939 zusammen mit den sowjetischen Truppen verlassen haben, und die verbliebenen wurden ermordet, vor allem in dem ca. 40 km von Zamość entfernten Lager in Belzec. Die Rotunde, in der ca. 8 Tsd. Menschen ermordet wurden, ist heute ein Mausoleum der Kriegsopfer aus der Region Zamojszczyzna. Und am Eingang zum Rathaus ist ein Grunwald-Kreuz eingemauert, das Zamość am 12. Oktober 1994 für das Heldentum der Einwohner im Kampf gegen den faschistischen Besatzer bekommen hat.

Über das Märtyrertum der Region Zamojszczyzna auch in der Beschreibung der Rotunde (unter„ Was gibt es Sehenswertes in der Stadt ” und unter „Baudenkmäler von Zamość“)

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