Offizieller Reiseführer durch Zamość

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Denkmäler

Rotunde

Das Festungsbauwerk wurde auf einem Kreisplan, in den Jahren 1825 bis 1831 errichtet.

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Informationen

Das Festungsbauwerk wurde auf einem Kreisplan, in den Jahren 1825 bis 1831 errichtet. Sie wurde auf einer von Sumpf und Flussgebiet  umgebenen, 500 Meter von den Festungsmauern gelegenen Insel gebaut, an der Stelle, wo es schon im 18. Jahrhundert eine Schanze gab, die Zamość von Süden schützte. Der Durchmesser des äußeren Kreises, auf dessen Plan Rotunde erbaut wurde, ist 54 Meter lang, und der Durchmesser des Innenhofs -34 Meter lang. Die Außenwände des Bauwerkes reichten bis 10 Meter.

Rund um den Hof gab es 20 radial situierte Zellen mit den Schießscharten   arkadenartig von der Hofseite geöffnet. Verbindung mit der Stadt sicherte der Weg, mit Wällen und Graben  gesichert. Nach der  Auflösung der Festung im Jahre 1866 wurden die inneren Arkaden zugemauert und das Gebäude wurde zu einem Waffen- und Munitionslager umgewandelt. Diese Funktion erfüllte das Bauwerk bis 1939.

In der Zeit des 2. Weltkrieges haben Deutschen die Rotunde in eine   Massenmordstätte umgewandelt. 1939 fanden hier einzelne Exekutionen statt, jedoch schon  seit 1940 wurden hier täglich zig Menschen ermordet. Verbunden war das mit der  Einrichtung  von den Deutschen  eines Übergangslagers  und der mit dem Kryptonym „A-B” bezeichneten Aktion, deren Ziel es war, die polnische Intelligenz zu vernichten.  Seit November 1942 haben die Exekutionen Massencharakter angenommen im Zusammenhang mit der in der Region von Zamojszczyzna durchgeführten Aussiedlungsaktion. Seit dieser Zeit wurden in den Rotundezellen in unmenschlichen Bedingungen viele Personen gefangen gehalten. Es erwartete sie Exekution oder Transport  in andere Lager. Am Anfang wurden Ermordete um die Rotunde begraben. Am Ende des Krieges wurden früher begrabene Leichen ausgegraben  und auf einem Scheiterhaufen in der Mitte des Innenhofs verbrannt. Man schätzt, dass seit 1940 in der Rotunde 40000 Personen gefangen gehalten wurden und davon 8000 ermordet wurden.

Auf den beiden Seiten des zur Rotunde führenden Weges sind  Kriegsopfer begraben, befördert  aus vielen Gräbern, die sich in der ganzen Region von Zamojszczyzna befanden. In den Gräbern auf der rechten Seite (Westseite) des Weges sind im Septemberfeldzug gefallene polnischen Soldaten und Partisanen aus der Region von Zamojszczyzna begraben und links (auf der Ostseite) - sowjetische Soldaten, Juden und Opfer des Stalin-Terrors. Das Gebäude umkreist ein Friedhof der Lageropfer. Insgesamt befinden sich  auf der Rotunde Leichen von 45482 Personen.

Auf den Hof führt ein Tor mit origineller, hölzerner Tür mit der deutschen Aufschrift: ÜBERGANGSLAGER FÜR KRIEGSGEFANGENE DER SICHERHEITSPOLIZEI. Gleich dahinter,  auf den Ruinen einer in den ersten Septembertagen 1939 bombardierten  Zelle wurden die Gefangenen erschossen, woran eine Gedenktafel erinnert. Und in der Hofmitte befindet sich eine Platte mit der Aufschrift: An der Stelle verbrannten  Naziverbrecher massenhaft auf dem Scheiterhaufen die Leichen ermordeter Opfer, der Häftlinge der Rotunde. Bewahren wir ihnen ein ehrendes Andenken.

Die Rotundezellen werden für Besucher zugänglich gemacht  und erinnern an den Kampf.

Dieses Objekt gibt es auch in den Besichtigungsrouten mit Audiowegen

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